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Urban exploration

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Ausgebucht:
Das Hotel Zehnpfund in Thale

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Gleich gegenüber vom Bahnhof liegt es: Groß, grau, stumm – und irgendwie traurig. Die Fensterläden geschlossen, der Eingang verrammelt, für ein Wochenende ist hier schon lange niemand mehr eingekehrt. Die Rede ist vom längst verlassenen Hotel „Zehnpfund“ in Thale am Harz, dem einst größten Sommerhotel Deutschlands. Sein berühmtester Gast: Theodor Fontane. Continue Reading

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Urban Exploration in Bukarest:
Die Chemiefabrik

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„Hier müsst ihr unbedingt einen Blick reinwerfen“, meint George, als wir einen großen Platz mitten im Zentrum überqueren und zeigt auf ein monumentales, palastartiges Gebäude direkt vor uns. „Lasst uns so tun, als wollten wir einen Tisch für morgen oder übermorgen reservieren. Wir sind Touristen, alles klar?“ Wir verstehen zwar nicht, wofür wir die Tarnung brauchen, vertrauen George aber und folgen ihm die Stufen einer riesigen Treppe hinauf Richtung Eingang. Er zieht die große in Gold gefasste Glastür auf. Durch einen dahinterliegenden schweren Vorhang, der den Blick verwehrt, schlüpfen wir hinein.

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Urban Exploration in Bukarest:
Das Herrenhaus

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Der Boden der Tatsachen ist härter als befürchtet. Irgendwie schaffe ich es, beim Aufkommen erst mit dem Rücken einen herumliegenden Backstein zu treffen, dann nach vorne zu fallen und reichlich unsanft auf meinem linken Knie zu landen. Vielleicht hätte ich die Augen beim Fallen besser nicht zumachen sollen… Aber dann wäre ich vermutlich nie gesprungen. Ich rappele mich auf und erkenne von hier unten, dass es doch höher war, als es von oben aussah. Manchmal ist es vielleicht ganz gut, wenn man vorher nicht alles weiß.
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Urban Exploration in Bukarest:
In der alten Fabrik

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„Geht kurz vor, ich komme gleich nach“, sagt George und verschwindet im Zimmer des Wachmannes, gleich rechts hinter der Eingangstür. Langsam, fast zögerlich, gehen wir auf den vor uns im Halbdunkel liegenden Durchgang und das bröckelige dahinter liegende Treppenhaus zu. Kaum am Absatz der Treppe angekommen, hat er uns schon wieder eingeholt. „Nach oben“, sagt er und nimmt, ohne sich noch einmal umzublicken, die ersten Stufen.
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Deckname Blitz: Doppelspionage auf dem Teufelsberg

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Eigentlich ist er nur der größte Schutthaufen von Berlin – aus Kriegstrümmern und Bauabfall. Doch seine 120 Meter Höhe machten den Teufelsberg zum idealen Ort für eine Abhörbasis, und den künstlichen Hügel damit weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Briten und Amerikaner nutzten „The Hill“ seit 1961 und belauschten mit den fünf kuppelförmigen Antennenbauten ihrer Field Station im großen Stil die DDR, Sowjetunion und Tschechoslowakei. Mittendrin: Hüseyin Yildirim, ein gebürtiger Türke, der in den 70er Jahren nach Deutschland auswanderte und später in verdeckter Mission für die Stasi die Geheimdienstaktivitäten auf dem Teufelsberg ausspionierte und – zumindest gegenüber des MfS – das Treiben der NSA schon damals offenlegte.

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Berlin 1936: Was vom olympischen Dorf übrig ist

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Aus Berlin als Olympia-Stadt für 2024 oder 2028 ist nichts geworden – nicht zuletzt, weil die Hauptstadt pleite ist. Dabei hatte Berlin immerhin schon ein Olympiastadion – und eine olympische Geschichte. 1936 wurden die Spiele unter Hitler vom friedlichen Wettstreit der Völker zur Propaganda-Inszenierung unter’m Hakenkreuz. Was davon außer dem Fackellauf und dem berühmten Stadion heute noch übrig ist, haben wir uns vor den Toren Berlins, im ehemaligen olympischen Dorf, angesehen.

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